MANDELÖL

Ölgewinnung

Mandelöl kann aus beiden Sorten, den bitteren und den süßen Mandeln hergestellt werden. Zur Ölgewinnung nutzt man meist das Verfahren der Kaltpressung; allerdings eignen sich süße Mandeln auch für das Warmpressen.

Zunächst werden die Mandeln von Verunreinigungen und ihren Schalen befreit. Die vorgereinigte Saat wird schonend auf die Presstemperatur vorgewärmt  und anschließend einer Schneckenpresse zudosiert. Die gewonnene Produkte, Mandelöl und Mandelpresskuchen werden sofort weiterverarbeitet. Der Presskuchen wird zerkleinert und gekühlt, bevor er zur Weiterverarbeitung oder zur Lagerung weitergefördert wird. Das gewonnene Öl wird meist in mehreren Reinigungsstufen (Grobfiltration, Feinfiltration, Sicherheitsfiltration) zu Reinöl gereinigt.

Oder Alternativ nach dem Pressen wird das Öl mehrere Tage stehen gelassen, damit sich schleimige Bestandteile absetzen können, die dann anschließend mit Hilfe von Filterpressen entfernt werden. Nach der Kaltpressung kann das Öl raffiniert oder aber auch naturbelassen verwendet werden. Ätherisches Mandelöl erhält man jedoch nur aus Bittermandeln, weshalb es auch als Bittermandelöl bezeichnet wird.

Ölpressen für die Verarbeitung von Mandelkernen


Eigenschaften und Haltbarkeit

Gutes Mandelöl sollte klar, leicht gelblich, dünnflüssig und nahezu geruchlos sein. Es kann jedoch auch eine mild nussig, leichte Vanillenote aufweisen. Der Geschmack erinnert an Mandeln und ist mild und ölig. Außerdem besitzt das Öl meist ein mild nussiges, leicht süßliches Aroma.

Erhitz werden kann Mandelöl bis zu einer Temperatur von bis zu 220° C.

Der Erstarrungspunkt liegt im Bereich von etwa -10 bis -21 °C.

Mandelöl besteht zu etwa 78% aus Ölsäure, zu ca. 17% aus Linolsäure und zu 5 % aus Palmitinsäure. Neben einer geringen Menge an Miristinsäure, findet man in Mandelöl auch Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Schwefel, Eisen, Natrium, Glutamin, Sterole und auch die Vitamine A, B und E.

Vorteilhaft an diesem Öl ist, dass es einen hohen Gehalt an fettlöslichen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen sowie einen geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren aufweist.  Außerdem wird es auch von vielen Nussallergikern meist ohne Probleme vertragen.

Um zu vermeiden, dass das Öl ranzig wird, sollte es kühl und abgedunkelt gelagert werden. So kann eine Haltbarkeitszeit von ca. 12 Monaten erreicht werden.


Verwendung

In der Pharmazie und Medizin

Mandelöl kann als Lösungs- und Dispersionsmittel für ölige Injektionen dienen. Diese helfen bei der Verabreichung von lipophilen Arzneistoffen, die nicht peroral aufgenommen werden können. Aufgrund seiner reizlindernden Eigenschaft kommt das Öl aber auch in öligen Augentropfen zum Einsatz. Wird es erwärmt und in das Ohr eingeträufelt, kann es auch zur Linderung von Ohrenschmerzen beitragen.

In der Volksmedizin

Laut dem „Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle“  wird Mandelöl in diesem Bereich sehr vielfältig eingesetzt. Zum Beispiel bei Verschleimung der Bronchien, bei Lungenentzündungen, bei Appetitmangel, bei Magenbeschwerden, bei Furunkel, bei Hautirritationen oder aber auch bei Windeldermatitis und Wundliegen. Zudem soll es gegen Bauchweh und Koliken bei Kindern sowie gegen Haarausfall und Haarschuppen helfen. Außerdem kann es auch äußerlich gegen Blasen- oder Nierenleiden eingesetzt werden.

In der Kosmetik

Der Bereich der Kosmetik stellt ein vielfältiges Verwendungsgebiet des Mandelöls dar. Es wird oft als eines der kostbarsten Öle der Hautpflege sowie als „Allroundkosmetikum“ beschrieben. So dient es zum Beispiel zur Produktion von Haut- und Massageölen, Ölbädern, Salben, Lippenbalsamen, Babypflegeprodukte, Gesichts- und Ölpackungen und auch für Haarpflegepräparate. Laut dem „Lexikon der pflanzlichen Öle und Fette“ ist Mandelöl ein ideales Hautöl, da es nicht nur angenehm riecht sondern auch schnell in die Haut einzieht und sie durchfettet. Das wird als besonders angenehm und lindernd bei rauer, schuppiger und trockener Haut empfunden.

Mandelöl wird im Bereich der Kosmetik also reiz- und schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und feuchtigkeitsspendend eingesetzt, dient aber auch als leichter, natürlicher UV-Filter.

In der Technik

Hier findet Mandelöl Verwendung als Schmiermittel für feine Mechaniken wie beispielsweise Uhren, Instrumenten und Waffen.

In der Lebensmittelindustrie

In diesem Gebiet findet Mandelöl größtenteils zur Produktion von Marzipan Anwendung.

In der Küche

Das Öl kann sowohl als Salatöl aber auch aufgrund seines Mandelaromas für Süßspeisen verwendet werden.


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Neben den eigenen, durch Pressversuche erworbenen Erkenntnissen wurden zur Erstellung des Artikels folgende Quellen verwendet:

  • Öle, natürlich kaltgepresst, Basiswissen & Rezepte, Marcus Hartmann, Hädecke, 2008
  • Heilende Öle, Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel, Neue Erkenntnisse, Günter Albert Ulmer Verlag Tuningen
  • Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle, Krist, Buchbauer, Klausberger, SpringerWienNewYork, 2008
  • www.wikipedia.de
  • en.wikipedia.org

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