SANDDORNÖL

Ölgewinnung

Sanddornöl unterteilt man in drei unterschiedliche Ölarten.

  1. Sanddorn Fruchtfleischöl
  2. Sanddorn Kernöl
  3. Sanddorn Tresteröl 

Zum einen kann man mit Hilfe von Absetzverfahren oder der Zentrifugation des Rohpresssaftes das Fruchtfleischöl gewinnen. Dieses kann jedoch auch durch Extraktion mit überkritischem CO2 produziert werden.

Kernöl erhält man, indem man die Kerne vom Fruchtfleisch trennt und anschließend einer z.B. Florapower Hartkernpresse zudosiert. Die Auspressung erfolg rein mechanisch in Kaltpressverfahren. Neben der Kaltpressung ist auch die Extraktion des Öles möglich.

Daneben gibt es noch Tresteröl. Dieses besteht aus einer Mischung aus Fruchtfleisch- und Kernöl und bildet das eigentliche Sanddornöl.

Ölpressen für die Verarbeitung von Sanddorn.


Eigenschaften und Haltbarkeit

Fruchtfleischöl ist ein dünnflüssiges bis halbfestes, klares Öl, das aufgrund der Karotinoide orangerot gefärbt ist. Sein Geruch ist sanddorntypisch fruchtig-süß und es schmeckt fruchtig, typisch aromatisch nach Sanddorn.

Kernöl hingegen ist gelbrot und weist keinen Sanddorngeruch auf.

Der Geruch von Tresteröl wird als sauer, fruchtig, zitronig und nach Sanddorn riechend beschrieben.

Auch die Fettsäurezusammensetzungen der verschiedenen Ölsorten sind unterschiedlich.

So setzt sich Sanddornöl zum größten Teil aus Ölsäure (ca. 49,8%), aber auch aus Palmitinsäure (etwa 19,5%), Linolsäure (ca. 11,3%), Palmitoleinsäure (etwa 10,5%), Vaccensäure (ungefähr 6,5%) und α-Linolensäure (ca. 1,1%)  zusammen.

Für die Zusammensetzung des Fruchtfleischöles gilt: ca. 35% Palmitoleinsäure, etwa 31-34% Palmitinsäure, ca. 24% Ölsäure, etwa 5,2% Linolsäure und ca. 1,7% α-Linolensäure.

Kernöl besteht aus etwa 33,8% Linolsäure, ca. 31,2% α-Linolensäure, etwa 21% Ölsäure, ca. 8% Palmitinsäure, etwa 2,7% Stearinsäure und etwa 0,6-1,7% Palmitoleinsäure.

Im Tresteröl finden sich ca. 24,7% Ölsäure, etwa 23,5% Palmitinsäure, ca. 20,8% Palmitoleinsäure,  ca. 14,8% Linolsäure, etwa 13,2% α-Linolensäure und ca. 1,8% Stearinsäure.

Auffällig bei Sanddornöl ist vor allem der hohe Vitamin-E-Gehalt, aufgrund dessen es ein wertvolles Antioxidans bildet.

Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen Vitamin A, B und K, Mangan, Kalzium, Magnesium und Eisen. Außerdem auch Lecithin, Flavonoide, Gerbstoffe, Carotinoide, ß-Carotin, Sitosterol und Mineralstoffe wie Phytosterine, biogene Amine und Polyphenole. Darüber hinaus enthält das Öl auch einen hohen Vitamin-C Anteil.

Bei dunkler und kühler Lagerung ist Sanddornöl etwa 3 Monate haltbar.


Verwendung

In der Pharmazie und Medizin

Laut dem „Lexikon der pflanzlichen Öle und Fette“ kann Sanddornöl im Bereich der Medizin sehr vielfältig eingesetzt werden. Es soll sowohl gegen Entzündungen im Genitalbereich (Scheide, Gebärmutter, Gebärmutterhals), wie auch gegen Mundschleimhautentzündungen oder bei Dekubitus, Verbrennungen und Erfrierungen helfen. Desweiteren kann Sanddornöl bei Entzündungen im Magen-Darmbereich eingesetzt werden, da es die Magensäuresekretion, die Mobilität des Magens und die Aktivität von proteolytischen Enzymen reduzieren soll. Darüber hinaus wurden bereits Studien durchgeführt, um die Wirksamkeit von Sanddornöl bei Hautkrankheiten und zur Hemmung der Blutgerinnung festzustellen.

In der Volksmedizin

Im Bereich der Volksmedizin wird Sanddornöl je nach Land bzw. Kontinent unterschiedlich eingesetzt. In Europa beispielsweise vor allem bei Hautproblemen. In der Mongolei dagegen hauptsächlich gegen Husten, Rheuma, Leber- und Lungenerkrankungen und zur Blutverdünnung. Doch vor allem in der tibetischen Medizin wird Sanddornöl oft, vielseitig und in unterschiedlichster Form (u.a. als Salbe, Paste, Umschlag, Pille oder Pulver) eingesetzt, wie zum Beispiel bei Verbrennungen, Magenproblemen, Atemwegserkrankungen, Frauenleiden, Erfrierungen, und zur körperlich und geistigen Stärkung.

In der Kosmetik

Die nun folgenden Informationen basieren auf Grundlage des „Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle“. Sanddornöl bietet viele Vorteile. So kann es beispielsweise einen nachhaltigen Schutz vor Sonnenbrand und Sonnenallergie bieten. Weiterhin soll es antibakterielle, analgetische und die Wundheilung unterstützende Wirkungen haben. Darüber hinaus kann es aufgrund des hohen Anteils an Palmitoleinsäure trockener, rissiger Haut entgegenwirken und auch bei Faltenbildung und Alterung der Haut wirksam sein. Oft zu finden ist Sanddornöl auch in Shampoos und Haarkuren gegen juckende Kopfhaut und Schuppenbildung. Vor allem aufgrund des enthaltenen hohen Anteils an den Antioxidantien ß-Carotin und Tocopherol bietet Sanddornöl viele positive Wirkungen, die in der Kosmetikindustrie genutzt werden. Sanddornöl soll noch viele weitere, positive Eigenschaften besitzen:  Straffung des Hautgewebes, Stärkung der Abwehr- und Schutzmechanismen der Haut, Schutz vor freien Radikalen, UV-Strahlen und Schadstoffen in der Umwelt, und auch ein Schutz von elastischen und kollagenen Fasern im Bindegewebe. Außerdem soll Sanddornöl eine Ablösung von abgestorbenen Hautzellen und einen Pigmentausgleich bewirken.

In der Lebensmittelindustrie

Hier wird das Öl zur Produktion von Süßwaren, Aromen und zum Aromatisieren von Saucen, Obst- und Gemüsekonserven genutzt.

 

 


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Neben den eigenen, durch Pressversuche erworbenen Erkenntnissen wurden zur Erstellung des Artikels folgende Quellen verwendet:

  • Öle, natürlich kaltgepresst, Basiswissen & Rezepte, Marcus Hartmann, Hädecke, 2008
  • Heilende Öle, Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel, Neue Erkenntnisse, Günter Albert Ulmer Verlag Tuningen
  • Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle, Krist, Buchbauer, Klausberger, SpringerWienNewYork, 2008
  • www.wikipedia.de
  • en.wikipedia.org

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